Impfempfehlungen
Hunde
| Staupe |
Die Staupe ist eine gefürchtete, hochansteckende, häufig tödlich endende Virusinfektion. Sie kommt weltweit vor und tritt bei Caniden (Hunde, Füchse, Wölfe etc.), Procyoniden (Waschbären, Pandas, etc.) und Musteliden (Frettchen, Wiesel, Marder, Nerze, Otter und Stinktiere) auf. Das Virus macht auch keinen Halt vor Robben und Großkatzen. Das Staupevirus gehört zur Familie der Paramyxoviren. (Zu dieser Virusgruppe gehören auch das Mumpsvirus des Menschen und das Rinderpestvirus, die stark verwandt mit dem Hundestaupevirus sind. Das Mumpsvirus ähnelt dem Staupevirus sogar so sehr, dass es im Notfall zur Impfung herangezogen werden könnte). Infizierte Tiere scheiden das Virus mit allen Körperflüssigkeiten aus und können so andere Hunde anstecken. Eine Übertragung durch Hände, Kleider oder Gegenstände ist ebenfalls möglich. Besonders gefährdet sind Welpen und alte Hunde. Die Inkubationszeit beträgt 3-6 Tage und nach 8 Tagen sind die Ausscheidungen des infizierten Tieres ansteckend. Bevorzugt werden Atmungstrakt, Verdauungs- und Urogenitalapparat befallen. Die Hunde zeigen häufig Fieber, Appetitlosigkeit, Augen- und Nasenausfluss. Es kann zu Magen-Darmentzündungen mit Durchfall und Erbrechen (Gastrointestinale Form), Husten und schließlich Lungenentzündung (Respiratorische Form) oder krampfartigen Zuckungen, Bewegungsstörungen und Lähmungen (Nervöse Form) kommen. Eine selten auftretende Staupeform ist die Hard pad disease, die sich etwa 14 Tage nach der Magendarmerkankung anschließt. Es bildet sich eine Hyperkeratose des Nasenspiegels und der Zehenballen. Treten nervöse Symptome auf, hat diese Verlaufsform der Staupe eine hohe Sterblichkeit. Die Erkrankung führt besonders bei Welpen häufig zum Tode, bei überlebenden Hunden bleiben häufig Spätfolgen. Die Diagnose kann durch eine Blut- oder Liquoruntersuchung abgesichert werden.
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| Ansteckende Leberentzündung (Hepatitis contagiosa canis) |
Diese Viruserkrankung, die durch direkten (von Tier zu Tier) oder indirekten (durch Urin, Kot, Speichel, Kleidung) Kontakt übertragen wird, befällt überwiegend junge Hunde und führt besonders beim Welpen sehr schnell zum Tod. Ältere Hunde können aber ebenfalls erkranken. Der Erreger ist das canine Adenovirus I (CAV-1). Die Krankheitserscheinungen, die im allgemeinen 25 Tage nach der Ansteckung auftreten, sind denen der Staupe sehr ähnlich. Zuerst kommt es zu Fieber, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall, Schmerzen in der Bauchhöhle, Entzündungen im Rachenraum und nervösen Störungen. In seltenen Fällen verenden die Tiere sehr rasch, ohne für den Besitzer wahrnehmbare Symptome zu zeigen. Die Besitzer vermuten daher häufig eine Vergiftung. Im späteren Stadium der Erkrankung können Hornhauttrübungen auftreten, die in schweren Fällen zur Erblindung führen. Eine Blutuntersuchung zur Absicherung der Diagnose ist möglich.
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| Parvovirose |
Die Parvovirose wurde erstmals 1978, fast gleichzeitig in Europa, Nordamerika und Australien, beschrieben. Es handelt sich um eine Viruserkrankung, deren Erreger in der Umwelt sehr widerstandfähig ist (bei Raumtemperatur mindestens 6 Monate ansteckungsfähig) und daher nicht nur durch direkten Kontakt von Tier zu Tier, sondern auch über Gegenstände und Kleidung übertragen werden kann. Etwa eine Woche nach Aufnahme des Virus werden die Hunde erst teilnahmslos, verweigern das Futter und beginnen zu erbrechen. Schließlich kommt es zu schweren unstillbaren und blutigen Durchfällen mit hohen Wasserverlusten, die besonders bei Welpen innerhalb kurzer Zeit zum Tode führen können. Aufgrund des ausgesprochen schnellen Krankheitsverlaufes kann die Erkrankung besonders bei jungen Hunden ohne vorherige Krankheitserscheinungen schnell zum Tod führen. Das Parvovirus des Hundes ist arteigen, mit dem Erreger der Katzenseuche verwandt, aber nicht identisch. Deshalb kann die Katze die Erkrankung nicht auf den Hund übertragen.
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| Leptospirose (Stuttgarter Hundeseuche, Weil'sche Krankheit) |
Bei der Leptospirose handelt es sich um eine bakterielle Infektionskrankheit, die durch eine Reihe von Spiralbakterien (Spirochaeten) verursacht wird. Zu der Familie dieser Bakterien zählen auch die Treponemen (Syphilis des Menschen) und Borrelien, die durch Zecken übertragen zu einer Borrelioseerkrankung führen können. Diese weltweit vorkommenden Erreger befallen Tiere unabhängig vom Alter, sowohl unsere Haustiere wie Hunde, Schweine, Rinder als auch kleine Nager wie Ratten, Mäuse und wildlebende Tiere. Der Mensch kann ebenfalls erkranken (Zoonose), verbreitet aber selbst keine Leptospiren. Die Erreger überleben in feuchten Böden und in tierischen Wirten. Die Aufnahme der Erreger erfolgt über die Schleimhäute oder kleine Hautwunden (Kontakt mit dem Harn kranker Hunde, Fleisch, kontaminierte Umgebung). Es erkranken Hunde aller Altersstufen. Die Symptome, die im allgemeinen 520 Tage nach Ansteckung auftreten sind Fieber, Nachhandschwäche, Appetitlosigkeit und Durst. Später folgen Nierenentzündungen, Durchfall, Erbrechen und Gelbsucht. Eine Blutuntersuchung zur Absicherung der Diagnose ist möglich.
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| Tollwut |
Die Tollwut ist schon aus der Antike bekannt. Rabies, der medizinische Fachterminus, kommt von lateinisch rabidus (verrückt). Die Tollwut wird von einem Virus aus der Familie der Rhabdoviren übertragen. Alle Säugetiere und der Mensch können von diesem Virus infiziert werden. Die Tollwut wird übertragen durch den Biss tollwütiger Tiere, seltener auch durch Kratzwunden, da das Virus mit dem Speichel ausgeschieden wird. Das Hauptreservoir für Tollwut sind freilebende Füchse, in zunehmendem Maße auch Marder. Wenn sie einmal ausgebrochen ist, ist sie nicht heilbar, sondern führt zum Tode. Daher gelten zur Bekämpfung der Tollwut besondere gesetzliche Vorschriften: Tiere, die krankheits- oder auch nur ansteckungsverdächtig sind, dürfen nicht behandelt werden. Derjenige, der den Verdacht äußert, muss sofort den Amtstierarzt verständigen. Dieser interessiert sich nicht etwa für das Tier, sondern nur für den Impfpass. Und jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: 1. Das Tier ist innerhalb der letzten 12 Monate gegen Tollwut geimpft, dann kommt es für drei Wochen in Quarantäne. Wenn es nach dieser Zeit noch lebt, war es nicht an Tollwut erkrankt und der Besitzer bekommt es wieder. 2. Das Tier hat keinen gültigen Impfpass. In diesem Fall wird es von Amts wegen getötet und das Gehirn auf Tollwut untersucht, denn nur bei diesem Verfahren kann ein Ausbruch der Tollwut sicher nachgewiesen werden. Die Krankheit äußert sich durch Verhaltensveränderungen wie Wasserscheu, Aggressivität oder auffallende Zahmheit, letzteres besonders bei Füchsen. Im Endstadium zeigen sich Krämpfe und Lähmungen.
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| Zwingerhusten (Infektiöse Tracheobronchitis) |
Als Zwingerhusten wird ein Krankheitskomplex bezeichnet, der durch eine Reihe unterschiedlicher Erreger, Bakterien und Viren, verursacht wird. Als Haupterreger des Zwingerhustens gilt das Canine Parainfluenzavirus, meist wird die virusbedingte Erkrankung dann durch eine hinzukommende bakterielle Infektion, vor allem durch das Bakterium Bordetella bronchiseptica, kompliziert. Die Ansteckung erfolgt durch Tröpfcheninfektion direkt von Tier zu Tier. Das Krankheitsbild ist gekennzeichnet durch trockenen, anfallsartig bellenden Husten, der über Wochen anhalten kann. Im Anfangsstadium äußert sich die infektiöse Tracheobronchitis (Entzündung der Luftröhre und der Bronchien) oft nur unauffällig und unspezifisch mit allgemeiner Abgeschlagenheit des Tieres, mangelnder Leistungsfähigkeit, Fieber und einem trockenen, harten Husten. Im fortgeschrittenen Stadium kommt es zu massiven Veränderungen der Schleimhäute und andauerndem, quälend keuchendem Husten und schwerer Lungenentzündung. Der Zwingerhusten verläuft nur in sehr seltenen Fällen tödlich. Das Krankheitsbild kann sich jedoch trotz intensiver tierärztlicher Behandlung über Wochen hinziehen und sogar bleibende Schäden hinterlassen.
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| Borreliose |
Der Borrelioseerreger, ein winziges Schraubenbakterium, wird nicht wie die zuvor genannten Krankheitserreger direkt von Hund zu Hund übertragen, sondern er benötigt einen Überträger, die Zecke. Außerdem können an Borreliose nicht nur Hunde, sondern auch Menschen, Pferde und viele Wildtiere erkranken. Es gibt in Deutschland drei verschiedene Borrelienarten, aber nur gegen eine Art kann geimpft werden. Diese ist aber die bei weitem häufigste Art. Als Symptome zeigen sich einige Wochen nach dem Biss wechselnde Lahmheiten durch schmerzhafte Gelenksentzündungen, meist an mehreren Gliedmaßen. Nachgewiesen wird die Borreliose durch einen Bluttest, bei dem die Antikörperreaktion getestet wird. Daher ist es nicht möglich, zwischen einem Antikörperspiegel nach Impfung und einem Antikörperspiegel nach Infektion zu unterscheiden. Man kann die Borreliose behandeln. Allerdings ist es häufig nicht möglich, alle Erreger abzutöten, da diese sich "verstecken", so dass man immer wieder mit Rückfällen rechnen muss.
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| Wundstarrkrampf (Tetanus) |
Die Erkrankung tritt nach Wundinfektionen mit Clostridium tetani auf. Ausgelöst wird die Krankheit allerdings nicht durch Clostridium tetani selbst, sondern durch bestimmte Toxine (Giftstoffe) des Erregers. Der Erreger kommt überall vor und kann alle Tierarten befallen, wobei nicht alle Tierarten gleich empfänglich sind. Eintrittspforten für den Erreger, bzw. seiner Sporen, stellen Wunden aller Art, z.B. Kastrations- oder Bisswunden, dar. Das Toxin, welches der Erreger bildet, hat eine hohe Affinität zum Nervengewebe. Es gelangt über das periphere Nervengewebe in Richtung Rückenmark und Gehirn. Durch Störungen der Reizübermittlungen der Nerven kommt es zu Krämpfen, die durch von außen einwirkenden Reizen (Geräusche, Licht) noch verstärkt werden. Der Hund zeigt eine starke Längsfältelung der Kopfhaut, eine Engstellung der Ohren sowie durch Spannung der Kaumuskeln sowie keine oder eine erschwerte Wasser- und Futteraufnahme. Gelegentlich werden auch generalisierte Tetanusformen beobachtet. Nach Überstehen der ersten Woche ist die Prognose relativ günstig. Die Genesung nimmt aber i.d.R. eine Dauer von 46 Wochen in Anspruch.
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| Empfohlenes Impfschema für den Hund | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Grundimmunisierung Welpe
Grundimmunisierung junger oder erwachsener Hund
Nach vollständiger Grundimmunisierung sollten die Impfungen gegen Staupe, Parvovirose, Hepatitis und Tollwut in ein- bis dreijährigen Abständen erfolgen. Gegen Leptospirose muss eine jährliche, gegebenenfalls sogar halbjährliche Wiederholungsimpfung erfolgen. Gegen Parainfluenza, Tetanus und Borreliose wird ebenfalls jährlich geimpft. Für jeden Hund kann ein individuelles Impfschema erstellt werden.
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Katzen
| Katzenschnupfen |
Erreger des Katzenschnupfen-Komplexes sind meist zwei Virusarten (Herpes- und Caliciviren), die durch direkten und indirekten Kontakt übertragen werden können. Einmal infizierte Katzen, die die akute Erkrankung überstanden haben, können das Virus über Jahre hin weiter ausscheiden und damit für die weitere Verbreitung sorgen. Katzenschnupfen kann, trotz des harmlosen Namens, lebensbedrohlich sein, besonders für Welpen! Die ersten Krankheitserscheinungen treten 25 Tage nach der Ansteckung auf. Die Erkrankung beginnt meist mit Niesen, Fieber und vermindertem Appetit, gefolgt von Entzündungen der Augen sowie der Nasen- und Maulschleimhaut. Bei ungünstigen Krankheitsverlauf können Lungenentzündungen auftreten. Schweratmigkeit und Erblindung können unheilbare Spätschäden sein.
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| Katzenseuche (Panleukopenie, Feline Parvovirose) |
Die Katzenseuche wird durch das Feline Panleukopenievirus verursacht, welches in der Umwelt äußerst widerstandsfähig ist und damit über Monate ansteckungsfähig bleibt. Das Virus ist verwandt, aber nicht identisch mit dem Erreger der Parvovirose der Hunde. Die Übertragung erfolgt direkt von Tier zu Tier, aber auch indirekt, z.B. über kontaminierte Gegenstände. Man kann den Erreger sogar unter den Schuhsohlen mit hereintragen, daher besteht auch für reine Wohnungskatzen Ansteckungsgefahr. Die ersten Krankheitserscheinungen treten im allgemeinen 39 Tage nach der Ansteckung auf. Als Symptome zeigen sich Fressunlust und hohes Fieber, später Erbrechen und meist blutiger Durchfall mit folgender hochgradiger Austrocknung. Besonders bei Katzenwelpen verläuft die Erkrankung vielfach tödlich.
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| Katzenleukose |
Die Katzenleukose wird vom Katzenleukosevirus auch Felines Leukosevirus (FeLV) genannt verursacht. Erkrankte Katzen scheiden das Virus hauptsächlich über den Speichel, aber auch mit dem Kot und Urin aus. Katzen jeden Alters können angesteckt werden. Die Diagnose ist nur durch eine Blutuntersuchung zu sichern. Das Katzenleukosevirus schwächt das Abwehrsystem der Katzen, wodurch die Neigung zu weiteren Infektionskrankheiten besteht. Dabei können außerordentlich viele verschiedene Symptome auftreten. Wann die Krankheit ausbricht, ist sehr unterschiedlich. Einige Katzen können nach einer Infektion jahrelang symptomlos bleiben, andererseits aber auch dann plötzlich erkranken. Die Erkrankung verläuft in der Regel chronisch; Symptome treten jedoch häufig erst im fortgeschrittenen Krankheitsstadium auf. Es können häufige Infektionen, Tumoren an verschiedenen Körperstellen bzw. Organen, leichtes Fieber, Abmagerung, Appetitlosigkeit, Blutarmut oder Zahnfleischentzündungen auftreten. Wird die Krankheit festgestellt, so sollte die Katze von anderen Katzen isoliert werden, um eine Übertragung zu verhindern. Die Leukose ist nicht heilbar und führt immer zum Tode!
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| Übertragbare Bauchfellentzündung der Katzen (FIP) |
Die Übertragbare Bauchfellentzündung der Katzen heißt in der Fachsprache Feline Infektiöse Peritonitis (FIP) und wird von einem Coronavirus verursacht. Die Übertragung kann sowohl schon bei der Trächtigkeit als auch später oral, also über das Maul erfolgen. Die FIP beginnt mit unklaren Symptomen wie verminderter Futteraufnahme, Abmagerung oder wechselndem Fieber. Es kann aufgrund entzündlicher Prozesse zu Flüssigkeitsansammlungen in der Bauch- und/ oder Brusthöhle kommen. Die Symptome können, je nachdem welche Organe betroffen sind, sehr vielfältig sein. Ebenfalls möglich sind Augenerkrankungen. Die Diagnosestellung beruht auf dem Krankheitsbild und einer Blutuntersuchung. Die Krankheit kann sich über Wochen und Monate hinziehen, endet aber immer tödlich.
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| Tollwut |
siehe Hund
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| Katzen-AIDS (Felines Immundefizienz-Virus, FIV) |
Die FIV wird durch ein Virus verursacht, das sowohl mit dem Leukosevirus, aber auch mit dem AIDSVirus des Menschen eng verwandt ist. Die Erreger schwächen das Abwehrsystem und lösen Folgeerkrankungen im Körper des betroffenen Lebewesens aus, die schließlich zum Tode führen können. Daher bezeichnet man auch das Krankheitsbild bei der Katze ähnlich wie beim Menschen (AIDS = Acquired Immune Deficiency Syndrome) als Feline Acquired Immune Deficiency Syndrome (FAIDS). Das FIV-Virus kann nicht auf den Menschen übertragen werden! Die Katzen werden über Bissverletzungen infiziert. Zwischen der Infektion und dem Krankheitsausbruch können Jahre liegen, die Symptome können sehr unterschiedlich sein: Entzündungen in der Maulhöhle mit Futterverweigerung durch die Schmerzen, Mattigkeit, vergrößerte Lymphknoten, Fieber, Durchfall. Eine sichere Diagnose kann nur durch eine Blutuntersuchung gestellt werden. Eine Impfung oder Therapie ist nicht möglich, die Erkrankung führt immer zum Tode.
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| Empfohlenes Impfschema für die Katze | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Grundimmunisierung Welpe
Grundimmunisierung junge oder erwachsene Katze
Gegen Leukose und FIP muss eine Wiederholungsimpfung erfolgen. Für jede Katze kann ein individuelles Impfschema erstellt werden.
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Frettchen
| Staupe |
siehe Hund Frettchen sind besonders empfänglich für das Staupevirus und vor allem bei Jungtieren kann die Erkrankung dramatisch und mit hohen Verlusten verlaufen. In Deutschland gibt es nur einen Impfstoff der für die Impfung von Frettchen gegen Staupe zugelassen ist. Nach erfolgter Grundimmunisierung (2 Impfungen im Abstand von 4 Wochen) wird die Impfung jährlich wiederholt.
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| Tollwut |
siehe Hund Wichtig zum Schutz von Tier und Mensch. Pflicht im Reiseverkehr!
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| Leptospirose |
siehe Hund Leptospirose-Infektionen beim Frettchen treten eigentlich nur auf, wenn die Tiere zur Ratten- oder Mäusejagd verwendet werden. Ein für Frettchen auf Wirksamkeit geprüfter, zugelassener Impfstoff ist nicht vorhanden. Ob die Impfstoffe für Hunde die Frettchen gegen Leptospirose schützen können, ist nicht bekannt.
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| Hepatitis contagiosa canis |
siehe Hund Frettchen sind für diese Erkrankung nicht empfänglich, daher ist eine Impfung unnötig.
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| Parvovirose |
siehe Hund Die Aleutenkrankheit der Nerze wird durch Parvoviren hervorgerufen. In seltenen Fällen können Frettchen klinisch erkranken, allerdings ist weder bei Nerzen noch bei Frettchen eine Immunisierung gegen die Aleutenkrankheit möglich. Die Nerzenteritis wird ebenfalls durch Parvoviren hervorgerufen. Diese haben eine große Ähnlichkeit zu Parvoviren der Katze, so dass diskutiert wird, ob es sich nicht um ein und dasselbe Virus handeln könnte. Frettchen sind für diese Erkrankung jedoch nicht empfänglich. Die typische Parvovirose, wie sie bei Hunden und Katzen auftritt, wird beim Frettchen nicht beschrieben. Ob überhaupt eine Empfänglichkeit für canine und feline Parvoviren und damit die Notwendigkeit zur Impfung besteht, ist unklar.
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Kaninchen
| Myxomatose (Kaninchenpest) |
Seit 1952 breitet sich diese Viruserkrankung von Frankreich her über Europa aus. Die Myxomatose oder "Kaninchenpest" wird durch ein Pockenvirus verursacht und tritt vor allem im Frühjahr und Sommer auf. Unsere Zucht- und Zierkaninchen sind dem Virus gegenüber ziemlich empfindlich und können durch Stechinsekten (Mücken oder Flöhe), die sich im frisch geschnittenen Gras versteckt halten und in die Wohnung eingeschleppt werden, infiziert werden. Die akute Erkrankung äußert sich 3 bis 5 Tage nach der Ansteckung mit schwerer, eitriger Entzündung im Augen- Nasen- Lippen- und After-Genital-Bereich. In der Endphase verweigern die Tiere die Futter- und Wasseraufnahme. Am gesamten Körper, vor allem auf den Ohren sind deutlich knotige Veränderungen der Haut und Unterhaut zu sehen. Die Infektion endet in den meisten Fällen mit dem Tod des Kaninchens! Bei milderem Verlauf bleiben die Entzündungen und Schwellungen aus, statt dessen bilden sich pockenartige Knötchen an Lippen, Ohren, Augenrändern und am Genitalbereich. Die Erkrankung geht mit Fruchtbarkeitsstörungen und unspezifischen Symptomen (z.B. leichter Schnupfen) einher. Die Diagnose kann nur der Tierarzt / die Tierärztin vornehmen. Oft sind die klinischen Symptome schon ausreichend aussagekräftig. In einigen Fällen muss aber ein Abstrich oder eine Gewebeprobe für die Diagnosefindung genommen werden. Obwohl bei der milderen Form in vielen Fällen eine Selbstheilung auftreten kann, handelt es sich um eine tödliche und ansteckende Erkrankung. Es kann vom Haustierarzt eine symptomatische Behandlung versucht werden, diese kann aber durchaus scheitern. Bei der akuten Form mit Schleimhautschwellung ist die Behandlung des betroffenen Tieres hoffnungslos.
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| RHD (Rabbit Haemorrhagic Disease) (auch Chinaseuche) |
Die Seuche trat zum ersten Mal bei Angorakaninchen auf, die in China 1984 an einer bis dahin unbekannten Infektionskrankheit erkrankt waren. Anschließend traten auch Infektionen bei Kaninchen in Europa und Amerika auf und forderten viele Todesopfer. Heute weiß man jedoch, dass die Krankheit auch vorher schon in Europa und Amerika existiert hat und nicht aus China eingeschleppt wurde. Beim Erreger der RHD handelt es sich um ein Calicivirus. Die Infektion endet in den meisten Fällen mit dem Tod des Kaninchens! Die Übertragung erfolgt mit Hilfe eines Vektors, beispielsweise Kaninchenflöhe, Mücken, Läuse oder Zecken. Eine indirekte Ansteckung über Grünfutter, Einstreu, Haare und Kot ist möglich, weil der Erreger tage- bis wochenlang ansteckungsfähig bleibt. Die Krankheitssymptome beginnen 2 bis 3 Tage nach der Ansteckung. Die Tiere werden apathisch, zeigen Nasenbluten und neurologische Ausfallserscheinungen (Zwangsbewegungen, Gleichgewichtsstörungen). Auch plötzliche Todesfälle treten auf. Die Erkrankung kann auch chronisch verlaufen, dabei zeigen die Kaninchen nur unspezifische Symptome wie vorübergehende Appetit- und Aktivitätseinschränkungen, manchmal auch leichte Kreislaufstörungen. Chronisch erkrankte Tiere sind nach wenigen Tagen wieder ohne Krankheitszeichen, können das Virus aber nach wie vor ausscheiden.
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| Kaninchenschnupfenkomplex |
Der sogenannte "Ansteckende Kaninchenschnupfen" ist unter Züchtern gefürchtet, aber auch sehr unter Haus- und Heimkaninchen verbreitet. Es erkranken Tiere jeder Altersklasse, die Haltungsbedingungen scheinen keine so große Rolle zu spielen, die Hygienebedingungen jedoch schon. Befindet sich ein Kaninchen, das an Schnupfen erkrankt ist, in einer Gruppe, so bleibt die Ansteckung der restlichen Tiere nur selten aus. Für den ansteckenden Kaninchenschnupfen kommt eine Reihe von Keimen in Betracht. Am häufigsten sind Bakterien (Pasteurella multocida, Bordetella bronchiseptica) vertreten, aber auch Mykoplasmen und Viren werden diskutiert. Diese Keime können von anderen Haustieren auf das Kaninchen übertragen werden. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion von Tier zu Tier oder indirekt durch den Menschen. Unsaubere Stallungen begünstigen die Erkrankung erheblich! Die Krankheit beginnt mit kurzem trockenem Niesen, wobei das Tier vom Allgemeinbefinden keine Veränderungen zeigt. Im fortschreitenden Verlauf tritt farblos schleimige Flüssigkeit aus der Nase aus und es kann zu einem vermehrten Speichelfluss kommen. Dieses Sekret wird dann zunehmend eitrig. Die Infektion kann Schäden am Herzmuskel verursachen und das angestrengte Atmen kann ein Lungenödem (Flüssigkeit in der Lunge) hervorrufen. Dies führt schließlich zum Tod. Handelt es sich um ein Bestandsproblem in einer Kaninchenzucht, so sollten alle Tiere getötet werden. Dies ist notwendig da die Nasenhöhle des Kaninchens ein kompliziertes Geflecht aus feinsten Knochenlamellen bildet, das den Bakterien und anderen Keimen erstklassigen Unterschlupf bietet. Beim Heimkaninchen sollten Keime aus der Nase gewonnen werden und nach Anfertigung eines Resistenztests mit Antibiotika behandelt werden. Mit dem Wiederauftreten der Symptome muss gerechnet werden, weil zum einen die vollständige Eliminierung aus den Nasennebenhöhlen nicht möglich ist und zum anderen Kaninchen Antibiotika nicht über einen langen Zeitraum vertragen.
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Informieren Sie sich ausführlich über Schutzimpfungen und durch sie verhinderte Krankheiten in dieser PDF.
